Fluchen nicht nötig -Häufigste Fehler beim Nähen und wie man sie ausbügelt

Menschen machen Fehler und demnach auf Näherinnen. Fehler gehören dazu und das ist auch vollkommen in Ordnung. Beim Nähen wie im Leben gilt: Aus Fehlern, kann man lernen. Ich bin ehrlich zu mir gewesen und habe meine Nähsünden eingestanden und versuche mit Ihnen zu lernen, wie es besser geht.

1. Für Eile habe ich keine Zeit

Was haben Nähen, Kochen und Malen gemeinsam? Alle brauchen für eine gute Qualität ihre Zeit. Gerade beim Nähen zahlt es sich nicht aus zu hetzen. Sitzt die Naht falsch und muss aufgetrennt werden. Das dauert länger als sich einmal noch genau zu überlegen wie es richtig gehört. Es hilft im Kopf ehrlich zu überschlagen wie lange es an einem schlechten Tag dauern könnte und rechnet dazu noch etwas Puffer. Das ergibt bei mir dann meistens eine realistische Einschätzung oder ich bin positiv überrascht, weil ich sogar etwas schneller war. Auf jeden Fall gibt diese Methode die Ruhe, die es zum Nähen braucht.


2. Folgefehler ignorieren

„Oh das habe ich nicht ganz genau zugeschnitten, ach das wird trotzdem so gehen“. Nein wird es nicht. Gerade solche Fehler rächen sich beim Nähen am Ende, wenn dann am Ende die Kanten nicht genau aufeinanderpassen. Meist ist dann schon ein großer Teil der Arbeit getan und es ist umso mühevoller es zu korrigieren. Mittlerweile weiß ich, dass ich am Ende ruhiger ein Nähprojekt beende, wenn ich die Fehler direkt behebe.


3. Nahtzugabe vergessen

Bei jedem Schnittmuster, dass ich jetzt benutze, lese ich genau nach, ob die Nahtzugabe einberechnet wurde oder nicht. Früher habe ich manchmal nach dem Ausschneiden festgestellt, dass sie nicht dabei war und ich sie auch nicht eingezeichnet hatte. Bei diesem Fehler gibt es zwei Möglichkeiten. Ist die exakte Passform wichtig, muss der Stoff nochmals ausgeschnitten werden. Wenn es auf einen halben Centimeter nicht ankommt, kann man den Stoff auch sehr knappkantig zusammennähen und so die fehlende Nahtzugabe ein wenig ausgleichen.


4. Denselben Fehler wieder machen

Ärgerlich und doch nicht ganz vermeidbar. Aber nicht verzweifeln oder wütend werden. Es wird besser werden, denn das beste Fehlertraining ist das Weitermachen. Fortschritt wird erst aus größerer Distanz sichtbar. Nicht aufgeben, rückblickend betrachten werden die Lernschritte sichtbar sein. Grund für Frustration kann ein zu schweres Nähprojekt sein. Lass dir an dieser Stelle am besten helfen. Ein unfertiges Projekt wird länger im Gedächtnis bleiben als ein abgeschlossenes. Wir sind für dich da, wenn es einfach nicht klarer werden will, wie sich das Problem lösen soll.


5. Die Nähmaschine streikt

Alles ist zusammengesteckt und jetzt geht es an das eigentliche Nähen, doch ohne die Nähmaschine. Wenn ein die Maschine nicht richtig näht, dann kann das sehr viele Gründe haben. Beispielsweise muss sie gereinigt werden, die Fadenspannungen sind falsch eingestellt oder das Garn ist falsch aufgespult. Wenn du unerfahren bist, dann bring die Nähmaschine besser zu uns in die Reparatur. Die Maschine wird wieder fit gemacht, damit sie wieder bei Ihnen zu ihrem großen Einsatz kommen kann.

Vielleicht haben Sie sich an der einen oder anderen Stelle wiedererkannt und wir hoffen wir können Nähanfängern den einen oder anderen Fehler ersparen. 




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